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Die Rundfunkbeauftragte

In einer pluralen Gesellschaft öffentlich vom Glauben reden*

Glaube ist keine Privatsache: Christlicher Glaube vollzieht sich in der Welt und wirkt in viele Bereiche unseres Lebens, will gestalten und verändern, trösten und bewahren, helfen und heilen. Das Evangelium gilt dabei allen Menschen – unabhängig von Glaube und Kirchenzugehörigkeit. Das ist unser Auftrag. Der Rundfunkstaatsvertrag nimmt diesen Auftrag ernst. Er gewährt christlichen Kirchen „Drittsenderechte.“ Damit verpflichten sich öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, den Kirchen „angemessene Sendezeiten“ zur Verfügung zu stellen. Die Rundfunkbeauftragte ist als Diplomatin und Botschafterin der Kirche bei den Sendeanstalten unterwegs. Sie pflegt Kontakte und Austausch, setzt Themen, vermittelt Gesprächspartner*innen und steht dabei ein für ein verlässliches Qualitätsprogramm der Kirchen. Auf dieser Grundlage plant, organisiert und realisiert die Rundfunkbeauftragte mit unterschiedlichen Partnern kirchliche Radio- und Fernsehsendungen aus dem Bereich unserer Landeskirche für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Sie ist Senderbeauftragte für den rbb und damit zuständig für ARD-Gottesdienste, Radioandachten, Reportagen und Features, Bischofsworte und Podcasts. Sie fördert Talente und engagiert sich für die Fortbildung der Pfarrer*innen im Bereich medialer Verkündigung.

* www.ekd.de/11-leitsaetze-fuer-eine-aufgeschlossene-kirche-56952.htm

Pfeiler kirchlicher Rundfunkarbeit

Zeitgemäßheit

Fernsehgottesdienste im Lockdown, Gedenken an die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz, Worte zum Brand der Kathedrale von Notre Dame – mediale Verkündigung stellt sich den aktuellen Themen. Sie verbindet dabei Aktualität mit der Glaubenstradition, übersetzt biblische Sprache in die Gegenwart. Sie schafft damit Räume, stärkt Gemeinschaft, baut Netzwerke. 

Ökumene

Ökumene wird in der Rundfunkarbeit selbstverständlich gelebt: Alle unsere Sendungen erfolgen im ökumenischen Wechsel mit der katholischen Rundfunkarbeit im Erzbistum Berlin. Darüber hinaus gibt es regelmäßig gemeinsame Sendereihen – wie z.B. die Auslandsreihe „In 80 Tagen um die Welt“ oder Apropos Vaterunser. Die Rundfunkbeauftragte verantwortet auch die Sendungen der Vereinigung der Evangelischen Freikirchen.

Interreligiöse Gastfreundschaft

In einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft suchen wir, was Menschen im Glauben an den einen Gott verbindet: durch Gottesdienste in religiöser Gastfreundschaft und Beiträge jüdischer und muslimischer Autorinnen und Autoren. Wir suchen gemeinsam nach Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit.

Demokratische Vielfalt

Kirche in Radio und Fernsehen hat viele Stimmen, viele Gesichter: Pfarrer*innen und Kirchenmusiker*innen, ehrenamtliche Lektor*innen und Gemeindepädagog*innen, Künstler*innen und Gemeindeglieder – sie alle machen unsere Sendungen zu dem, was sie sind: ein vielfältiges und dabei unverwechselbares Glaubenszeugnis, das Menschen tröstet und herausfordert, zur Ruhe kommen lässt und zuversichtlich aufbrechen lässt. Für diese Vielfalt treten wir ein: für eine demokratische Kirche und Gesellschaft, die Spannungen aushält und nicht demjenigen Recht gibt, der am lautesten brüllt.   

Letzte Änderung am: 06.08.2020