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RSSPrint

"Kirche für Ausgeschlafene"

Radiokirchen gehen 2018 an den Start

Unter dem Motto "Kirche für Ausgeschlafene" startet die
Evangelische Rundfunkarbeit ein besonderes Format im
Rahmen ihrer sonntäglichen Gottesdienstübertragungen
im rbb Kulturradio. Zum Jahresbeginn gehen in der
Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische
Oberlausitz (EKBO) fünf Radiokirchen an den Start.

"Für viele Menschen ist der Radiogottesdienst wichtig,
weil sie selber den Weg in eine Kirche nicht schaffen.
Also kommen wir als Kirche zu ihnen ins Haus!" berichtet
die Rundfunkbeauftragte der EKBO, Pfarrerin Barbara
Manterfeld-Wormit. Aber auch Familien mit Kindern
freuten sich, wenn sie stressfrei und manchmal auch im
Schlafanzug am Gottesdienst teilnehmen können. "Und
immer wieder erreichen wir auch Menschen, die sich
einfach nicht in eine Kirche trauen.
Bei uns kann man kommen und gehen, wie man möchte.
Da ist die Schwelle niedriger!" Mit den Radiokirchen will
man einen neuen Akzent setzen – und für mehr Qualität
sorgen. "Gottesdienst im Radio funktioniert anders als in
der Kirchenbank: weniger Wort, mehr Musik – und
natürlich: gute Stimmen! In den Radiokirchen haben wir
Menschen, die das in besonderer Weise mitbringen, die
gerne professionell und öfter Gottesdienste fürs Radio
machen!"

Zu den Radiokirchen zählen neben der Kaiser-Wilhelm-
Gedächtniskirche
die St. Nikolaikirche Lübbenau im
Spreewald, die Dorfkirche Wildenbruch südlich von Berlin,
die Gethsemanekirche im Prenzlauer Berg sowie die
Friedenskirche der Baptisten in unmittelbarer
Nachbarschaft der Deutschen Oper Berlin.
"Damit bringen wir die Vielfalt unserer Kirche in Berlin
und Brandenburg zum Klingen" freut sich die
Rundfunkbeauftragte, "von der kleinen Dorfkirche bis zur
Citykirche, vom Bläserchor im Spreewald bis zur
Jazzformation oder dem Opernorchester im Berliner
Hinterhof."

Die erste Gottesdienstübertragung aus einer Radiokirche
kommt am 7. Januar 2018 um 10 Uhr aus der Kaiser-
Wilhelm-Gedächtniskirche, deren Innenraum vom Licht
der blauen Glasfenster bestimmt wird. Das passende
Thema zum Ausklang der Weihnachtszeit: Licht – in den
Farben des Jazz.

In seinem Grußwort zum Start der Radiokirchen schreibt
der Bischof der Landeskirche Markus Dröge: "Ich danke
allen Gemeinden, die Ihre Kirchentüren für eine
Übertragung ganz weit öffnen: Rund 43 000 Hörerinnen
und Hörer werden Sonntag für Sonntag Teil einer großen
Radiogemeinde. Sie werden berührt und getröstet,
schöpfen Kraft und Hoffnung, und sie freuen sich, Teil der
Gemeinschaft, nicht allein zu sein."

  Grußwort von Bischof Dr. Markus Dröge

                                                                   

Letzte Änderung am: 04.01.2018